Semipermeable Membran

Opbouw-Poray-AGUSemipermeable Membran
Die Atmungsaktivität der Regenbekleidung funktioniert, da die verwendeten Stoffe von Innen mit einer Semipermeablen Membran beschichtet sind. Durch die Öffnungen einer Semipermeable Membran können Stoffe einer bestimmten Größe in eine Richtung uneingeschränkt gelangen, in die andere gar nicht oder nur eingeschränkt.. Stoffe durchdringen eine Semipermeable Membran, da sie bestrebt sind auf beiden Seiten der Membran einen Konzentrationsausgleich herzustellen.


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Konzentrationsausgleich
Dieses in der Natur überall vorhandene Bestreben der Stoffe einen Konzentrationsausgleich herzustellen machen wir uns bei der Herstellung atmungsaktiver Regenbekleidung zu nutze. Durch die Öffnungen der Semipermeablen Membran können nur Stoffe hindurchgelangen, deren Moleküle eine deffinierte Größe nicht überschreiten. Da die Konzentration des Wasserdampfes innerhalb der Regenbekleidung höher ist, als in der Außenluft, ist dieser Wasserdampf bestrebt nach außen zu gelangen, um außerhalb der Regenbekleidung die gleiche Konzentration an Wasserdampf in der Luft herzustellen. Gleichzeitig können die Moleküle des Regenwassers nicht nach Innen gelangen, da sie größer sind, als die Moleküle des Schweißes.

Hohe Temperaturen schränken die Funktion der Semipermeablen Membran ein
Eingeschränkt wird die Atmungsaktivität allerdings durch die Temperatur der Außenluft. Da die Luft mit steigender Temperatur in der Lage ist immer mehr Wassersdampf aufzunehmen, steigt die Wasserdampfsättigung der Außenluft naturgemäß mit steigender Temperatur. Sie ist also im Sommer bei warmen Temperaturen höher als im Frühjahr, Herbst oder gar im Winter. Das bedeutet dann ein sinkendes Konzentrationsgefälle des Wasserdampfes von Innen nach Außen, und ein damit verminderter Konzentrationsausgleich. Die Folge ist, das die Wasserdampfmoleküle des Schweißes an der Innenseite der Regenbekleidung kondensieren, und die Regenbekleidung auch von Innen naß wird.