Wassersäule

Wassersäule bei Regenbekleidung
Mit dem Begriff “Wassersäule” wird die wasserdichte von Regenbekleidung angegeben. Gemessen wird die Wassersäule in Milimetern (mm).

Um die Wassersäule einheitlich messen und angeben zu können wurde ein Prüfverfahren entwickelt und mit der DIN EN 20811 festgeschrieben.


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So wird die Wassersäule gemessen
Bei diesem Prüfverfahren wird ein Stück des zu testenden Stoffes unter einen Zylinder gespannt. Der Zylinder wird mit Wasser befüllt bis das Wasser den Stoff durchdringt. Dann wird die Höhe der Wassersäule im Zylinder gemessen, die Höhe der Wassersäule gibt die wasserdichte des Stoffes an.

In der Praxis wird im Prüflabor der Wasserdruck, der benötigt wird um den Stoff zu durchdringen mit einer Pumpe aufgebaut. Ansonsten müßte so ein Prüflabor  ja ziemlich hoch sein. Um den Ausdruck “Wassersäule” zu verstehen finde ich die Vorstellung mit dem Wasser gefüllten Zylinder jedoch recht anschaulich.

Welche Wassersäule gilt als wasserdicht
Als dauerhaft Wasserdicht gilt nach europäischer Norm EN 343 eine Wassersäule von 1300mm. In der Praxis gilt dieser Wert jedoch nicht als ausreichend. So wird beim Sitzen auf nassem Untergrund ein Wasserdruck von 2000mm aufgebaut, beim Knien in der Hocke sogar 4800mm (Wikipedia). So kann man davon ausgehen, das Regenbekleidung erst ab einer Wassersäule von 5000mm wirklich dauerhaft wasserdicht ist, das ist bei moderner atmungsaktiver Regenbekleidung jedoch der Wert, der von den meisten Regenjacken und Regenhosen erfüllt wird.